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Goldberg; WAZ 7.10.2010  
Goldberg; RN 2.11.2010  
Berliner Abendblatt; 9.1.2010  
 
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Johannes Buchholz Streuobst 2003
 

Anette Stührmann
Die Welt neu zusammengesetzt
Industrie und Stadt bei Johannes Buchholz – Aktzeichen im Wochenendkurs
Berliner Abendblatt, 9. Januar 2010

Lichtenberg – In seinen fließenden Linien und schraffiert-geometrischen Figuren, die sich scheinbar ungeordnet an- und ineinanderfügen, wird man die Baustelle am Alexanderplatz oder die Schöneberger Martin-Luther-Straße kaum wieder erkennen. Und doch ist Johannes Buchholz für jedes Motiv mit seinem riesigen Zeichenbrett um die Schulter gehängt in Berlin und auch außerhalb unterwegs. Er entwirft seine Zeichnungen vor Ort, am Schauplatz seiner Werke. Später in seinem idyllisch gelegenen Atelier am Nöldnerplatz zerschneidet er die Manuskripte, ordnet seine Motive und dreht sie. Die Ergebnisse des Puzzles zeichnet Buchholz neu aufs Papier. Sie sehen wie Flur- oder Bauzeichnungen aus. Industriestandorte wie der Ruhrpott oder Großbaustellen wie am Alexanderplatz inspirieren ihn besonders. Schließlich kommt der 48jährige Künstler auch gebürtig aus Essen und nimmt im Mai dieses Jahres unter dem Motto „Starke Orte“ an Ausstellungen in Industriebrachen wie zum Beispiel der Turbinenhalle in Bochum teil.

Das, was er in seinen Wochenendkursen im so genannten Kantinenraum auf dem ehemaligen Reichsbahngelände für seine Schüler anbietet, zum Beispiel zum Thema Akt und Figur, ist auf jeden Fall gegenständlicher als das, was er selbst ausstellt. „Aber wirklich abstrakt sind meine Zeichnungen ja nicht. Ich schiebe die Linien der Bauwerke zwar hin und her, ich selber kann die Objekt aber immer noch erkennen“, erzählt Buchholz über seine Arbeitsweise. „Das figürliche Zeichnen, das ich in meinen Kursen unterrichte, ist für mich eher technische Übung, um also im Handwerk zu bleiben. Meine eigenen Werke entstehen anders“, erklärt der Künstler. (...)

       
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